Gouldmadinen

Die Gouldamadine gehört zur Familie der Prachtfinken und kommt im nördlichen Australien vor.

  • Rotköpfig: Choebia gouldiae mirabilis
  • Gelbköpfig: Choebia gouldiae armitiana
  • Schwarzköpfig: Choebia gouldiae gouldiae

Gouldamadinen sind ausgesprochen farbenprächtige Vögel, bei denen das Kopfgefieder stark variieren kann. Es kommen auch in den wilden Populationen schwarz-, rot- und gelbköpfige Varianten vor. Schwarzköpfige Gouldamadinen sind die in der freien Natur am häufigsten zu beobachtenden Vögel. Schwarzköpfige Vögel mit roter Schnabelspitze sind dabei in Bezug auf die Kopffärbung reinerbig. Schwarzköpfige Vögel mit gelber Schnabelspitze sind genetisch gelbköpfig. Bei ihnen überlagert das schwarze melanin jedoch das Gelb der Kopfmaske. Gelbköpfige Vögel sind nur sehr selten in freier Natur zu beobachten. Geschätzt wird, dass nur ein gelbköpfiger Vogel auf 3.000 schwarz- und rotköpfige kommt. Gelbköpfigkeit ist auf eine Verlustmutatino zurückzuführen. Vögel mit dieser Kopffärbung sind nicht in der Lage, gelbe Carotinoide in rote Gefiederfarbstoffe umzuwandeln. Das Merkmal wird dominant-rezessiv vererbt.

Bei rot- und gelbköpfigen Vögeln setzt ein schwarzes Band rund um den Hinterkopf die Kopffärbung vom übrigen Gefieder ab. Bei allen Farbvarianten zeigt sich an Hinterkopf und Kehle außerdem ein hellblaues Band, das allmählich in das grüne Rückengefieder übergeht.

Das Gefieder der Flügeldecken ist bei Gouldamadinen ebenfalls grün gefärbt. Auffällig ist die lilafarbene Brust, die scharf gegen den gelb gefiederten Bauch abgesetzt ist. Dieser hellt sich in Richtung Schwanz fast bis zu einem Weiß auf. Der Bürzel sowie die obere Schwanzdecke sind hellblau. Hellblau ist auch der Lidring, der die dunkelbraunen Augen umgibt. Schnabel und Füße sind hornfarben.

 

Haltung und Zucht: Voraussetzung für die Haltung bei uns ist eine Mindesttemperatur von ca. 15°C. Zur Zucht wären Temperaturen so ab 22°C und mehr zu empfehlen. Gouldsamadinen unter einem Jahr sollten nicht zur Brut angesetzt werden. Optimal wäre es wenn sich die Partner im Schwarm finden. Zur Brutzeit sollten Nistgelegenheiten (geschlossene u. halboffene Nistkästen) und Nistmaterial in Form von langen Kokosfasern zur Verfügung gestellt werden. Gräser und Halme werden auch mit verarbeitet. Die Brutdauer beträgt so ca. 14 Tage und beide Partner wechseln sich bei der Brut ab. So nach ca. drei wochen verlassen die Junge das Nest und kehren zum schlafen aber wieder in den Nistkasten zurück. Ihr prachtvolles Federkleid erreichen sie so nach drei bis vier Monaten. Ringgröße: 2,7-3,0 mm 

Die Gouldamadine ist einer der farbenprächtigsten Prachtfinken überhaupt und sehr beliebt.

Wer sich für Gouldamadinen interessiert und auch ausstellen möchte ist beim "Deutscher Gouldamadinen Spezial Club" gut aufgehoben. (www.dgs-club.de)